Bachforelle

Salmo trutta fario

Die Bachforelle hat einen sehr schlanken, lang gezogenen Körper und kann abhängig vom Nahrungsangebot zwischen 25 und 80 cm lang und 500 Gramm bis 5 kg schwer werden. Ihr Rücken ist oliv-schwarzbraun bis silbrig-blau gefärbt, weiter zum Bauch hin besitzt sie rote Flecken mit hellem Rand und sie hat einen schmutzig-gelben Bauch. Das Maul der Bachforelle ist mit scharfen Fangzähnen versehen.

Wo lebt die Bachforelle?

In Europa ist die Bachforelle fast überall heimisch. Sauerstoffreiche, kühle und klare Fließgewässer sind ihre bevorzugten Lebensräume, aber auch in Seen mit einem Zufluss fühlt sie sich heimisch. Wichtig für ihre Verbreitung sind Gewässerböden aus Kies und Sand!

Wie alt kann die Bachforelle werden?

Die Bachforelle wird normalerweise etwa zwischen 6 und 12 Jahre alt, jedoch wurden auch schon bis zu 18 Jahre alte Tiere nachgewiesen.

Wie lebt die Bachforelle?

Die nachtaktive, lichtscheue Bachforelle ist tagsüber oft im Uferschatten verborgen, sie beansprucht meist ein eigenes Revier. Mit 3 – 4 Jahren ist sie geschlechtsreif und zieht im Winter zur Fortpflanzung stromaufwärts, wo sie in flachen Gruben am Kiesboden ablaicht und die Eier nach der Befruchtung mit Kies abdeckt. So mit Frischwasser versorgt, schlüpft 2 – 4 Monate später der Nachwuchs.

Was frisst die Bachforelle?

Zur Nahrung der Bachforelle gehören vor allem Insektenlarven, Krebstiere, Schnecken, Kleintiere und kleine Fische. Als Raubfisch frisst sie aber auch gelegentlich kleinere Artgenossen. Nah über dem Wasser fliegende Insekten stehen ebenfalls auf ihrem Speiseplan.

Besonderes

Die Größenunterschiede bei Bachforellen können abhängig vom Nahrungsangebot sehr beträchtlich sein. Gut genährt erreichen ausgewachsene Forellen eine Größe von 80 cm und manchmal ein Gewicht von über 5 kg. Aber auch die sogenannten Steinforellen in nährstoffarmen Bergbachoberläufen mit 20 cm Länge und 500 Gramm Gewicht sind zwar kleinwüchsige, dennoch ausgewachsene Tiere. Bachforellen können sehr gut sehen.

Schutz

Die Bachforelle liebt klare Bäche und reagiert auf Verunreinigungen jeglicher Art sehr empfindlich. Auch zu große Verbauungen der Bäche und Flüsse, wie z.B. Wehre und längere Verrohrungen schränken ihre Wanderungen zu den angestammten Laichplätzen oftmals ein. Ein Problem für die heimische Bachforelle ist auch die aus Amerika stammende Regenbogenforelle, welche hier ausgesetzt, sich als schnellwüchsigerer Nahrungskonkurrent erweist.

Geschrieben von Robby Meißner