Feldhamster

Cricetus cricetus

Der Feldhamster ist zwischen 20 cm und 34 cm lang. Hinzugerechnet wird der ca. 5 cm lange fast gänzlich haarlose Schwanz. Das Gewicht des Nagers schwankt stark. Zwischen 200 g und 650 g können die Tiere wiegen. Die Männchen sind dabei in der Regel ein wenig größer und schwerer als die Weibchen.
Meistens ist die Oberseite gelb-braun und die Unterseite fast schwarz gefärbt. Nasenspitze und Füße sind oft weiß. Außerdem haben viele der Tiere weiße Flecken auf den Wangen und an den Vorder- und Hinterbeinen. Auch einige Rottöne sind im Fell zu finden.
An den breiten Füßen verfügt das Nagetier über gut entwickelte Krallen.
Typisch für Hamster sind die großen Backentaschen, in denen sich viele Nüsse verstecken lassen.

Wo lebt der Feldhamster?

Ursprünglich kommt der Feldhamster aus den Steppenregionen in Osteuropa. Als die großen Waldflächen Westeuropas abgeholzt und die Flächen landwirtschaftlich genutzt wurden, kam der Nager auch zu uns. Die Tiere kann man allerdings auch im Nordwesten von China finden.

Wie alt kann der Feldhamster werden?

In freier Wildbahn werden Feldhamster kaum älter als ein Jahr.

Wie lebt der Feldhamster?

Feldflächen sind der Hauptlebensraum des Nagers. In einem Meter Tiefe hat der Feldhamster seinen Bau. Dort hat er sich sowohl eine Wohnkammer, als auch einen Vorratsraum gegraben. Sogar eine Toilette hat er sich angelegt. Tunnel benutzt er als Eingänge. Außerdem  gibt es zu jedem Bau noch eine senkrechte Fallröhre. Kommt Gefahr auf, lässt sich der Hamster, der mit seinen kurzen Beinen kein guter Läufer ist, einfach in sein Versteck plumpsen.

Hamster sind Einzelgänger. Jeder hat seine eigene Höhle und verteidigt sie vor Rivalen. In der Paarungszeit sucht das Männchen seine Partnerinnen in ihrem Bau auf. Nach 20 Tagen Schwangerschaft wirft das  Weibchen 4-12 Junge, die nackt zur Welt kommen. Nach 5 Tagen beginnt das Fell zu wachsen und mit 2 Wochen können sie bereits sehen und laufen. Nach ersten Ausflügen mit der Mutter können sie ihren Unterschlupf allein verlassen. Mit 21 bis 30 Tagen Lebenszeit sind die Tiere bereits erwachsen und suchen sich ihren eigenen Lebensraum.

Was frisst der Feldhamster?

Die Nagetiere fressen beinahe alles. Neben Knollen und Getreide, Karotten, Rüben und Kartoffeln frisst der Feldhamster auch Würmer, kleine Insekten und sogar Feldmäuse.

Besonderes

Da der Feldhamster nicht besonders gut rennen kann, hat er besondere Techniken, um seine Feinde in die Flucht zu schlagen. Er bläht seine Backen auf, fletscht die Zähne und lautes Knurren und Zischen sollen dem Angreifer Angst machen. Hilft das nicht, wirft er sich auf den Rücken und zeigt dabei seinen schwarzen Bauch. Die große Fläche wirkt wie das Maul eines Raubtieres, wobei die weißen Pfoten die Reißzähne darstellen. Ganz schön clever was?

Schutz

Bis vor ungefähr 30 Jahren war der Feldhamster in Deutschland noch weit verbreitet. Doch dann wurden Geldprämien auf ihn ausgesetzt, weil sein Fell so beliebt war. Wegen der Jagd, die dann auf ihn gemacht wurde, gibt es heute kaum noch freilebende Hamster in unserem Lebensraum. Heute gehört die Gattung zu den streng geschützten Tierarten. Es gibt sogar Programme zur Züchtung und Auswilderung der niedlichen Nagetiere.

Geschrieben von Benjamin Seliger