Gelbe Narzisse

Narcissus pseudonarcissus

Die Gelbe Narzisse, die auch Osterglocke genannt wird, erreicht Wuchshöhen von bis zu 40 cm. Besonders auffällig ist die Blüte der Narzisse, die sich durch die trichterförmige Glocke in der Mitte, welche von sechs gelben Blütenblätter umringt ist, auszeichnet. Außerdem haben Narzissen zwei bis vier Laubblätter, die eine glatte, wachsartige Oberfläche aufweisen. Anstelle von Wurzeln hat die Osterglocke eine Zwiebel, aus der der Stiel entsprießt.

Wo lebt die Gelbe Narzisse?

Das natürliche Vorkommen der Narzisse ist sehr selten geworden. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom südlichen bis westlichen Europa. In Deutschland kommt sie heute nur noch in der Eifel und im Hunsrück vor.

Wie alt kann die Gelbe Narzisse werden?

Die Gelbe Narzisse ist eine ausdauernde krautige Pflanze. Das heißt, dass sie winterhart ist und mehrjährig blüht.

Was braucht die Gelbe Narzisse?

Bevorzugt wächst die Gelbe Narzisse an sonnigen bis halbschattigen Standorten auf feuchten, kalkarmen und leicht lehmigen Wiesen. Auch an Bachrändern, hellen Wäldern und in Mittelgebirgen ist sie zu finden.

Wie wird die Gelbe Narzisse genutzt?

Hauptsächlich findet die Narzisse heute Anwendung als Schnittblume. In der Antike fand sie wegen ihrer hautreizenden und giftigen Eigenschaften Verwendung als Mittel gegen Hautkrankheiten. Später wurde sie  auch gegen Erkältungskrankheiten und Keuchhusten sowie als Brechmittel eingesetzt.

Wie sieht die Vegetationsperiode der Gelben Narzisse aus?

Die Gelbe Narzisse blüht zwischen März und Mai, also pünktlich zur Osterzeit, woher sie auch ihren Beinamen „Osterglocke“ hat. Sie vermehrt sich durch Brutzwiebeln.

Besonderes

Narzissen gelten als Symbol für die Überwindung der Dunkelheit und des Todes und gelten als Zeichen der Wiedergeburt. Bekannter jedoch ist die Narzisse als Symbol der Eitelkeit und Eigenliebe. Denn einem griechischen Mythos zufolge verliebte sich Narziss, ein umwerfend schöner Jüngling, unsterblich in sein eigenes Spiegelbild. Als er sein Spiegelbild in einem See bewundern wollte, fiel er ins Wasser und ertrank. Anschließend soll er als Narzisse auferstanden sein.

Schutz

Als Wildpflanze (die sich von der gezüchteten Kulturform sehr unterscheidet, z. B. durch die Blütengröße) ist die Gelbe Narzisse, die Blume des Jahres 1981 war, in ihren Beständen stark bedroht und entsprechend streng geschützt, indem sie unter Artenschutz gestellt ist. Das Pflücken wilder Narzissen ist daher verboten. Die Hauptgefährdung der Wildnarzisse ergibt sich durch intensive Landnutzungsformen.

Geschrieben von Milena Krüger