Mauereidechse

Podarcis muralis

Die Mauereidechse ist zierlich und schlank und wird maximal 19 cm lang. Davon gehören etwa 2/3 zu dem langen Schwanz, der zum Ende hin ganz dünn wird. Sie ist graubraun gefärbt, hat dunkle Flecken und schimmert rötlich oder grünlich. Der Bauch ist hell.

Wo lebt die Mauereidechse?

Die Mauereidechse trifft man auf dem gesamten europäischen Festland an. Ursprünglich stammt sie aus dem Mittelmeergebiet, aus Italien.
Man findet sie an trockenen, sonnigen Hängen, an Wegrändern und an warmen Felsen. Die Mauereidechse ist eine Charakterart der Weinberge.

Wie alt kann die Mauereidechse werden?

Die Mauereidechse wird vier bis sechs Jahre alt, wobei einzelne Tiere auch zehn Jahre alt werden können.

 

Wie lebt die Mauereidechse?

Die Mauereidechse ist ein wechselwarmes Tier. Morgens muss sie sich erst auf sonnigen Felsen aufwärmen. Danach kann sie sich flott bewegen.
Die Paarung ist zwischen März und Juni, einen Monat später werden die Eier abgelegt. 2 bis 10 Eier werden in selbst gegrabenen Höhlen oder Mauerspalten versteckt. Die kleinen Eidechsen schlüpfen nach 50 bis 80 Tagen mit einer Länge von 5 bis 6 cm.
Weil die Tiere keinen Winterschlaf, sondern nur eine Winterruhe halten, kann man sie an sonnenreichen Tagen schon im Februar beobachten.

Was frisst die Mauereidechse?

Die Mauereidechse frisst viele Insekten wie Heuschrecken, aber auch Würmer, Schnecken oder Spinnen. Sie mag aber auch reife süße Früchte z.B. Weintrauben.

Besonderes

Sie ist die einzige mitteleuropäische Eidechse, die senkrechte Mauern auf- und abwärts klettern kann. Das ist ein Bestimmungsmerkmal.

Wenn wir geduldig und rücksichtsvoll sind, können wir die Tiere bei der Jagd, der Paarung oder bei Streitigkeiten mit dem Reviernachbarn beobachten.

Schutz

Die Mauereidechse steht auf der Roten Liste und ist streng geschützt.

Sie ist stark gefährdet durch das Verschwinden von Trockenmauern an Weinbergen und den Bau von Bahnstrecken.

Geschrieben von Nina Braun