Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer

Meeresgrund trifft Horizont

Lachmoewe

Der Nationalpark besteht aus riesigen Wattflächen, Salzwiesen, Dünen und Inseln. Ein faszinierender Lebensraum für unzählige Tiere und so etwas wie ein natürlicher Reinigungsfilter für das Meer. Seit 2009 ist der Park auch UNESCO Weltnaturerbe und damit gleich auf mit weltbekannten Regionen wie dem Grand Canyon oder dem Great Barrier Reef.

Warum gibt es den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer?

Das Motto der Nationalparks in Deutschland lautet „Natur Natur sein lassen“ und so soll es auch im Wattenmeer an der Nordsee sein. Die Tiere und Pflanzen sollen ungestört leben können. Gleichzeitig soll es den Menschen in der Region gut gehen. Wenn zum Beispiel neue Deiche gebaut werden, die die Menschen vor Sturmfluten schützen sollen, macht man das in der Zeit, in der die Vögel nicht brüten, damit sie weniger gestört werden. Außerdem gibt es bestimmte Gebiete, in denen sich zum Beispiel Vögel ausruhen oder brüten und die darum nicht betreten werden dürfen. Damit auch die Menschen ihren Spaß haben, gibt es daneben viele Bereiche, in denen man Baden und Spielen kann. Wenn alle ein bisschen Rücksicht nehmen, klappt das gut! Im Sommer werden außerdem die jungen Seehunde geboren. Dann brauchen die Seehundmütter besonders viel Ruhe. Boote dürfen daher nicht zu nahe an die Sandbänke heranfahren. Aber von vielen Ausflugsschiffen aus kann man die Seehunde trotzdem toll beobachten!

Hier findest du mehr Informationen:

www.nationalpark-wattenmeer.de

Schutzgebietskategorie: Nationalpark
Größe: 441.500 ha (davon 97,7% Wasserflächen)
Bundesland: Schleswig-Holstein
Das Schutzgebiet gibt es seit: 1985

Welche Besonderheiten gibt es im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer?

Im Wattboden leben unzählige Muscheln, Schnecken und Würmer. Sie sind das Futter für viele Millionen Zugvögel, die zum Rasten ins Wattenmeer kommen. Auch für andere Tiere ist das Wattenmeer wichtig: Seehunde bekommen im Sommer auf den Sandbänken ihre Jungen, Schweinswale haben ein besonderes Schutzgebiet vor den Inseln Sylt und Amrum. In den Prielen (das sind Rinnen im Watt, in denen auch bei Ebbe noch Wasser ist) wachsen viele junge Fische auf, z. B. Schollen oder Heringe. Auf den Salzwiesen wachsen nur Pflanzen, die Salz in ihrem „Trinkwasser“ vertragen können. Das ist eine große Besonderheit. In der Salzwiese findet man daher ganz spezielle Pflanzen, die selten sind und nur hier vorkommen. Außerdem leben hier mehr als 1.500 Insekten- und Spinnenarten.

Welche typischen Tiere und Pflanzen gibt es im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer?

Typische Tiere
  • Seehunde
  • Schweinswale
  • Schnecken
  • Krebse
  • Muscheln
  • Würmer
  • Scholle
  • Hering
  • Ringelgans
Typische Pflanzen
  • Pflanzen der Salzwiesen

Was bietet der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer für Kinder und Jugendliche?

Im Frühjahr gibt es die Ringelganstage auf den Halligen. Halligen sind ganz kleine Inseln, die keinen Deich haben und daher bei hohen Fluten unter Wasser stehen. Dann gucken nur die Häuser raus, die auf künstlichen Hügeln stehen. Viele Tausend Ringelgänse kommen im Frühjahr auf die Halligen und fressen dort auf den Salzwiesen, bevor sie nach Sibirien zum Brüten fliegen. Es ist wirklich toll, so viele Gänse auf einmal zu beobachten. Es gibt sogar besondere Veranstaltungen für Kinder während der Ringelganstage!

An der Nordsee gibt es Ebbe und Flut, daher sieht der Nationalpark zu verschiedenen Tageszeiten ganz unterschiedlich aus: bei Ebbe ist der Meeresboden zu sehen, man kann Wattwanderungen machen und viele Vögel oder Seehunde beobachten. Bei Flut reicht das Wasser bis an die Deiche oder Strände, man kann Baden oder Schiffsausflüge machen.

Das ganze Jahr über kann man im Nationalparkzentrum Multimar Wattforum in Tönning den Nationalpark entdecken. Dort gibt es über 20 Aquarien, in denen alle Fische, Muscheln, Krebse und sonstige Tiere leben, die man sonst im Wattenmeer nicht immer zu sehen bekommt. Und wenn man Glück hat, kann man den Taucher erleben, der zweimal die Woche die Störe, Haie und Rochen im großen Panorama-Becken füttert. Dann könnt ihr alle möglichen Fragen stellen, die euch der Taucher direkt aus dem Becken über ein Unterwasser-Mikrophon beantwortet.

Wie kannst du Junior Ranger im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer werden?

Bei unserer Junior-Ranger-Gruppe auf Nordstrand kannst du einfach mitmachen, wenn du in der Nähe wohnst. Junior Ranger kannst du dich nennen, wenn du 10 Mal dabei gewesen bist. In Husum gibt es im Sommer so genannte „Junior-Ranger-Entdeckertage“. Da kannst du reinschnuppern und sehen, was Junior Ranger so machen. Wenn du fünf Mal dabei warst, kannst du in die Junior-Ranger-Gruppe gehen.

Welche Angebote gibt es für Junior Ranger im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer?

Wir machen natürlich viele Wattwanderungen, denn das Watt ist ja unser „Zuhause“. Auch Schiffsausflüge sind toll! Im letzten Jahr waren wir Nordstrander Junior Ranger auf Hallig Hooge und auf dem Weg dahin konnten wir sogar Seehunde beobachten! Auch im Nationalparkzentrum, dem Multimar in Tönning, gibt es immer etwas Neues zu entdecken. Von unseren Rangern lernen wir viele interessante Dinge. Zum Beispiel, wie und warum die Vögel regelmäßig gezählt werden und warum es wichtig ist, dass Hunde angeleint sein müssen. Wir können bei vielen Aktionen mit den Rangern und auch sonst mit unserem Verhalten helfen, die Natur im Wattenmeer zu schützen.

Wer kann deine Fragen beantworten?

Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer
Schlossgarten 1
25382 Tönning

Schreib eine Email an: poststelle@nlpv-wattenmeer.niedersachsen.de

Telefon: 04861 616-0
Telefax: 04861 616-69