Sumpf-Schwertlilie

Iris pseudacorus

Die Sumpf-Schwertlilie kann bis zu zwei Meter groß werden und zeichnet sich durch ihre bis zu 10 cm große gelbe Blüte aus. Pro Stängel können mehrere Blüten auftreten. Die Sumpf-Schwertlilie hat lange, derbe Blätter, deren Hohlräume mit Luft gefüllt sind. Den graugrünen, schwertförmigen Laubblättern verdankt sie ihren Namen. Sie bildet ein dickes, waagerecht kriechendes Wurzelwerk, das sogenannte Rhizom.

Wo lebt die Sumpf-Schwertlilie?

Die Sumpf-Schwertlilie ist von Europa bis zum westlichen Sibirien heimisch. Aber auch in Nordafrika und Nordamerika ist sie zu finden. In Nordamerika wurde sie im 19. Jahrhundert eingeführt und hat sich über den größten Teil des Kontinents verbreitet.
In Deutschland kommt sie in fast allen Regionen vor und fehlt nur in höheren Gebirgslagen.

Wie alt kann die Sumpf-Schwertlilie werden?

Die Sumpf-Schwertlilie ist eine mehrjährige, ausdauernde Pflanze, da ihr Rhizom als Überwinterungsorgan dient.

Was braucht die Sumpf-Schwertlilie?

Vor alle Dingen an Ufern stehender und fließender Gewässer, in Niedermooren und in Bruchwäldern sind Sumpf-Schwertlilien zu finden. Als Standort bevorzugt sie einen sonnigen bis halbschattigen Platz, der nass bis feucht ist. Besonders gut wächst sie, wenn sie 20 cm tief im Wasser steht. Aber auch auf schlammigen, nährstoffreichen basischen Böden wächst die Sumpf-Schwertlilie gut.

Wie wird die Sumpf-Schwertlilie genutzt?

Die Sumpf-Schwertlilie wird heute hauptsächlich als Zierpflanze genutzt. Früher hingegen nutzte man die Pflanze als medizinisches Mittel, häufig als Magenmittel. Ihre getrockneten Wurzelscheiben wurden auch zur Linderung von Zahnschmerzen verwendet. Außerdem nutzte man die Wurzel zum Herstellen von Schnupftabak.

Wie sieht die Vegetationsperiode der Sumpf-Schwertlilie aus?

Die Blütezeit der Sumpf-Schwertlilie ist von Ende Mai bis Juni. Der Blütenstand enthält nur eine Einzelblüte. Die Samen der Pflanze werden durch den Wind verteilt und aufgrund ihrer Schwimmfähigkeit auf der Wasseroberfläche verbreitet. Die Vermehrung findet durch die Teilung der Rhizome im Frühjahr statt oder durch das Aussäen der Samen auf einen feucht gehaltenen Nährboden.

Besonderes

Alle Teile der Sumpf-Schwertlilie, die ihren Namen auf Grund der schwertförmigen Blätter erhielt, sind giftig. Am giftigsten sind die Rhizome, da sich hier die höchste Konzentration des Giftes befindet. Deshalb dürfen sie nicht in das Futter von Vieh gelangen, da sie dann blutige Durchfälle bei dem Tier auslösen können.

Schutz

Die Sumpf-Schwertlilie steht unter Naturschutz. Sie gilt zwar in Deutschland als nicht gefährdet, ist aber als „besonders geschützt“ eingestuft.

Geschrieben von Milena Krüger